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Wissen · Fachbegriffe einfach erklärt

DKV InstantFuel-Glossar: Tankkarte, BYOC, Akzeptanznetz & Co.

Die wichtigsten Begriffe rund um digitale Tankkarten, Mobile Payment und Flottenmanagement — kurz, verständlich und ohne Marketing-Floskeln erklärt. Verlinken Sie die Begriffe direkt, wenn Sie auf eine Definition referenzieren wollen.

Die zentralen Begriffe — sortiert nach Relevanz

BYOC Bring Your Own Credit Card

Ein Abrechnungsmodell, bei dem Sie statt eines anbieterabhängigen Kreditrahmens Ihre eigene Firmen-Kreditkarte hinterlegen. DKV InstantFuel nutzt BYOC: Sie zahlen direkt vom Firmenkonto, ohne DKV-Kreditrahmen und ohne Bonitätsprüfung. Klassische DKV-Tankkarten arbeiten im Gegensatz dazu mit DKV als Kreditgeber und Sammelrechnung.

DKV InstantFuel

Digitaler Tankservice der DKV Mobility für mobile Zahlungen an der Zapfsäule. Über die DKV InstantFuel-App tanken Fahrer:innen an 10.349 Akzeptanzstellen in 9 europäischen Ländern — ohne physische Tankkarte. Die Plattform basiert auf der Tech-Infrastruktur von PACE Mobility (Karlsruhe) und richtet sich speziell an kleine und mittlere Flotten (1–20 Fahrer:innen).

Akzeptanznetz Akzeptanzstelle

Die Gesamtheit aller Tankstellen, an denen ein bestimmter Tankservice akzeptiert wird. DKV InstantFuel nutzt das PACE-Mobility-Akzeptanznetz mit 10.349 Stationen in DE, AT, NL, BE, FR, LU, CH, IT und ES. Wichtig: Das Akzeptanznetz von DKV InstantFuel ist nicht identisch mit dem der klassischen DKV-Tankkarte — letzteres ist deutlich größer.

PACE Mobility PACE Mobility GmbH

Karlsruher Technologie-Unternehmen, das Connected-Fueling-Lösungen für Mineralölgesellschaften, Fahrzeughersteller und Mobilitätsdienstleister entwickelt. PACE betreibt die Tech-Plattform hinter DKV InstantFuel: Mobile-Payment-API, App-SDK und die Live-Akzeptanznetz-Daten. Gegründet 2015, Hauptsitz Haid-und-Neu-Str. 18, 76131 Karlsruhe.

Connected Fueling

Sammelbegriff für digitale Bezahllösungen an der Tankstelle, bei denen die Zahlung direkt aus der Smartphone-App oder dem Fahrzeug-Infotainment angestoßen wird — ohne Karte, ohne Vor-Ort-Hardware. DKV InstantFuel ist ein Connected-Fueling-Produkt. Technisch basiert es auf Geofencing, sicheren Payment-Tokens und einer direkten Anbindung an die Kassensysteme der Tankstellen.

AVV Auftragsverarbeitungsvertrag

Schriftlicher Vertrag nach Art. 28 DSGVO, der die Verarbeitung personenbezogener Daten durch einen Dienstleister im Auftrag des Verantwortlichen regelt. Wenn Sie eine Tank-App für Ihre Flotte einsetzen, sind Sie Verantwortlicher, der App-Anbieter ist Auftragsverarbeiter — ein AVV ist Pflicht. Bei DKV InstantFuel wird er beim Onboarding automatisch geschlossen.

DATEV-Export

Standardisiertes Datenformat zum Übertragen von Buchhaltungsdaten an DATEV-Software, die in Deutschland von >50% aller Steuerberater verwendet wird. Tank-Apps mit DATEV-Export sparen manuelle Belegerfassung: Tankvorgänge werden inklusive Datum, Station, Betrag und USt direkt in die Finanzbuchhaltung übergeben. DKV InstantFuel bietet DATEV-konformen Export pro Buchungsperiode.

Mobile Payment Pay-at-Pump

Bezahlvorgang über ein mobiles Endgerät (Smartphone, Smartwatch, Fahrzeug-Infotainment) statt Karte oder Bargeld. An der Tankstelle bedeutet das: Fahrer:in stoppt die Zapfsäule, öffnet die App, autorisiert biometrisch (Face/Fingerprint), Belege werden digital abgelegt. Mobile Payment ersetzt Karten-PIN, Bondrucker und physische Karten-Logistik.

Flottenmanagement

Verwaltung mehrerer Firmenfahrzeuge inklusive Tank- und Wartungskosten, Fahrer-Zuordnung, Steuerexport und Reportings. Digitale Flottenmanagement-Lösungen wie DKV InstantFuel bündeln diese Aufgaben in einem Web-Dashboard: Fahrer-Limits setzen, Tankvorgänge in Echtzeit sehen, Kostenstellen zuordnen, Belege exportieren. Zielgruppe: Flotten mit 1–500 Fahrzeugen.

Tankkarte Fuel Card

Eine plastische oder digitale Karte, mit der Tankvorgänge bargeldlos im Namen des Karteninhabers abgerechnet werden. Klassische Tankkarten (z.B. DKV-Karte, Aral-Card) basieren auf einem Kreditrahmen des Kartenanbieters. Digitale Tankkarten wie DKV InstantFuel sind reine Software-Lösungen, die Ihre vorhandene Firmen-Kreditkarte nutzen — kein zusätzlicher Kreditrahmen, keine physische Karte.

GoBD Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung

Verwaltungsrichtlinie des BMF zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form. Für Tankbelege heißt das: lückenlose, unveränderbare, zeitnahe Erfassung mit allen Pflichtangaben nach §14 UStG, 10 Jahre Aufbewahrungsfrist. Tank-Apps wie DKV InstantFuel speichern Belege mit revisionssicherem Audit-Trail.

§14 UStG Pflichtangaben Rechnung

Umsatzsteuergesetz-Paragraf, der die Mindest-Pflichtangaben für Rechnungen regelt: Aussteller, Empfänger, Datum, fortlaufende Nummer, Menge/Art der Leistung, Steuersatz, Steuerbetrag. Tankbelege sind nach §14 UStG Rechnungen. DKV InstantFuel-Belege enthalten alle Pflichtangaben automatisch — kein manuelles Nachpflegen für die Buchhaltung.

BLP Bruttolistenpreis

Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers inklusive Sonderausstattung und Mehrwertsteuer — abgerundet auf volle 100 €. Maßgebliche Bemessungsgrundlage für die 1 %-Regel bei der Dienstwagen-Versteuerung (§6 Abs. 1 Nr. 4 EStG). Der BLP entscheidet auch über die BEV-Vergünstigung: bis 70.000 € greift die 0,25 %-Regel, darüber 0,5 %.

1 %-Regel Pauschalbewertung Dienstwagen

Pauschale Methode zur Versteuerung der privaten Dienstwagen-Nutzung: 1 % vom abgerundeten Bruttolistenpreis pro Monat als geldwerter Vorteil, plus 0,03 % je km Pendelstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Vorteil: keine Fahrtenbuch-Pflicht. Nachteil: pauschal — unabhängig von tatsächlicher Privatnutzung. Reduzierte Sätze für BEV (0,25 % bis 70 k€ BLP) und PHEV (0,5 %).

Fahrtenbuch Logbook-Methode

Alternative Methode zur 1 %-Regel: tatsächlicher Privatanteil der gefahrenen Kilometer wird mit den tatsächlichen Gesamtkosten des Fahrzeugs multipliziert. Voraussetzung: lückenloses, zeitnah und manipulationssicher geführtes Fahrtenbuch (BFH VI R 19/05). Lohnt sich bei geringem Privatanteil — moderne elektronische Lösungen sind Pflicht, manuelle Hefte werden vom Finanzamt zunehmend angezweifelt.

Sachbezug Geldwerter Vorteil

Geldwerter Vorteil aus nicht-monetären Leistungen des Arbeitgebers (§8 EStG). Bei Tankkarten-Nutzung für Privatfahrten entsteht ein Sachbezug, der grundsätzlich lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig ist. Zwei Bewertungswege: Individualbesteuerung mit dem persönlichen Grenzsteuersatz oder Pauschalbesteuerung nach §40 Abs. 2 EStG (30 %, SV-frei).

Pauschalbesteuerung §40 EStG 30 %-Pauschal

Verfahren nach §40 Abs. 2 EStG, bei dem der Arbeitgeber für bestimmte Sachzuwendungen (z.B. Tankkarten-Privatnutzung) eine pauschale Lohnsteuer von 30 % übernimmt — zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Im Gegenzug ist der Sachbezug sozialversicherungsfrei (SvEV §1 Abs. 1 Nr. 3). Geeignet als Benefit-Komponente oder bei AN über BBG-Grenze.

CSRD Corporate Sustainability Reporting Directive

EU-Richtlinie 2022/2464 zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, ab Geschäftsjahr 2026 verpflichtend für Unternehmen mit > 250 MA, > 50 Mio. € Umsatz oder > 25 Mio. € Bilanzsumme. Pflicht-Datenpunkt: Scope-1-Emissionen aus eigenen Fahrzeugen. Tankkarten-Belege mit Kraftstoffart, Liter und Datum sind die saubere Quelle für CSRD-konforme Bilanzen.

ESG Environmental, Social, Governance

Drei Kriterien-Säulen für Nachhaltigkeitsbewertung von Unternehmen — Umwelt, Soziales, Unternehmensführung. ESG-Reporting wird zur Pflicht durch CSRD ab 2026 und beeinflusst Finanzierungs-Konditionen (ESG-Linked Loans). Im Fuhrpark-Kontext: CO₂-Bilanz Scope 1, Fahrer-Arbeitsbedingungen, Compliance-Trail bei Belegen.

Scope 1, 2, 3 GHG-Protocol-Kategorien

Drei Emissions-Kategorien nach Greenhouse-Gas-Protocol. Scope 1 = direkte Emissionen aus eigenen Quellen (Fuhrpark-Verbrennung, Heizungen). Scope 2 = indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie (Strom für BEVs). Scope 3 = vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsketten (Lieferanten, Sprit-Vorkette, Mitarbeiter-Pendelverkehr). CSRD verlangt mindestens Scope 1 und 2.

DIN EN 16258 Transport-CO₂-Norm

Europäische Norm zur Berechnung und Deklaration des Energieverbrauchs und der Treibhausgas-Emissionen bei Transportdiensten. Definiert Standard-Emissionsfaktoren für Kraftstoffe: Diesel 2,67 kg CO₂/L (TTW), Benzin 2,32 kg/L. Grundlage für CSRD-konforme Scope-1-Berichte im Fuhrpark.

HVO 100 Hydrotreated Vegetable Oil

Paraffinischer Dieselkraftstoff aus hydriertem Pflanzenöl oder Reststoffen, der konventionellen Diesel zu 100 % ersetzt — ohne Motoranpassung in modernen Fahrzeugen (DIN EN 15940). THG-Minderung bis 89 % gegenüber fossilem Diesel (ISCC-zertifizierte Reststoffe). Schnellster Hebel zur Scope-1-Reduktion ohne Fahrzeug-Investition, sofern HVO-Tankstellen verfügbar.

Pendlerstrecke 0,03 %-Zuschlag

Einfache Entfernung in km zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Bei der 1 %-Regel zur Dienstwagen-Versteuerung wird zusätzlich 0,03 % vom BLP × km/Monat als geldwerter Vorteil für Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte angesetzt. Bei Homeoffice durchgehend entfällt dieser Zuschlag. Bei BEV: 0,0075 % statt 0,03 %.

BBG Beitragsbemessungsgrenze

Einkommensgrenze, bis zu der Sozialversicherungsbeiträge erhoben werden. 2026: 87.600 €/Jahr (KV/PV West), 96.600 €/Jahr (RV/AV West). Sachbezug oberhalb der BBG ist sozialversicherungsfrei — relevant für Dienstwagen-/Tankkarten-Sachbezug bei höheren Gehältern: dort lohnt sich die Individualbesteuerung oft mehr, weil keine zusätzliche SV-Last entsteht.

TCO Total Cost of Ownership

Gesamtkosten eines Wirtschaftsguts über seine Lebensdauer hinweg — nicht nur Anschaffungspreis, sondern alle laufenden Kosten (Wartung, Sprit, Versicherung, AfA, Personalkosten für Verwaltung). Bei Tankkarten umfasst TCO Karten-Gebühr, Transaktions-Aufschlag, Belegerfassungs-Personalkosten. DKV InstantFuel reduziert TCO durch Wegfall der Belegerfassungs-Personalkosten.